Betongold – Kapitalanlage gegen die Geldentwertung

Betongold

Miethaus, Eigentumswohnung, Investmentfonds

Der Begriff Betongold steht für eine nachhaltige Anlage in bleibenden Werten, in Immobilien. Wer Anlagen in Betongold tätigen will, denkt i. d. R. langfristig. Die historisch niedrigen Zinsen in Kombination mit verlässlichen Renditen geben den Ausschlag.

Oft steht bei Kapitalanlagen in Immobilien auch der Aspekt des Steuersparens im Vordergrund. Das sollte aber nicht sein. Die Kapitalanlagen in Betongold sollten sich auch ohne steuerliche Vorteile rechnen, d. h. möglichst selbst tragen.
In jedem Falle sollte man die Rendite mit den langfristigen Festgeld Zinsen vergleichen. Mindestens so viel, ohne Steueraspekte, muss die Immobilie erwirtschaften. Sonst wäre es besser, günstige Zinsen auf dem Festgeldsektor zu suchen. Das beinhaltet wesentlich weniger Risiken.

Auch stellt sich die Frage der Verwaltung, besonders bei einem Miethaus. Ob man dieses selbst verwalten will oder es einem Profi überlassen möchte. Die Selbstverwaltung der Immobilien erfordert einiges an Kenntnis und Aufwand, auch zeitlich gesehen. Die externe Vergabe andererseits geht zu Lasten der Rendite.

Im Einkauf liegt die Rendite! Ein zu teurer Einkauf ist ein typischer Anfängerfehler. Daher kein Kauf oder Verkauf ohne Wertexpertise.

Anlage in Investmentfonds

Man muss aber weder das eine noch das andere tun, sondern man kann auch in Immobilienfonds investieren. Auch mit  einer Anlage in Immobilienfonds kann man etwas gegen die Geldentwertung tun. Zum Beispiel in so genannten offenen Fonds. Das sind Fonds, deren Anteile im Gegensatz zu denen der geschlossenen Fonds jederzeit zurückgegeben und so eventuelle Gewinne realisiert werden. Es gibt es aber auch geschlossene offene Fonds. das sind Fonds, die so viele Rückflüsse an ihre Anleger zu verkraften haben, dass sie diese nicht mehr leisten können. Dann werden die Fonds einfach geschlossen, die Rücknahmeverpflichtung für die Anteile einfach ausgesetzt. Hintergrund ist, dass zur Abwicklung der Rückflüsse Immobilien verkauft werden müssen. Das ist oft eine langwierige und bei den meisten Fonds eher unübliche Praxis, da sich schnelle Verkäufe meist nur über einen Preisnachlass realisieren lassen.

Bei den “echten” geschlossenen Immobilienfonds, die es auch schon immer gab, steht die langfristige Anlage unter steuerlich günstigen Aspekten im Vordergrund. Diese Kapitalanlagen in Immobilien erfolgen in der Art, dass der Anleger einen Anteil zeichnet, meist mit einem Aufgeld von 5 %. Der Fonds kauft mit dem eingesammelten Kapital und einem erheblichen Anteil an Fremdkapital Immobilienobjekte, z. B. Wohnimmobilien, gewerbliche Immobilien wie Fabrikgebäude, Hotels oder Einzelhandelsgeschäfte, die dann langfristig vermietet werden. Große Einzelhandelsketten treffen mit den Immobilienfonds beispielsweise Vereinbarungen, wonach diese den Kauf des Grundstücks und die Realisierung des Bauvorhabens entsprechend ihren Vorstellungen übernehmen. Im Gegenzug mieten sie diese Gebäude langfristig an und sichern so die Rendite des Immobilienfonds über einen längeren Zeitraum. Günstige Zinsen für das Fremdkapital erleichtern den Immobilienfonds die Fremdfinanzierung, und der Anleger erhält eine Ausschüttung, die zunächst deutlich über dem liegt, was er zu versteuern hat.